Dämpfungsfaktor
Aus Toms HiFiLexikon
Der Dämpfungsfaktor ist eine Größe, die einen Aspekt im Verhältnis zwischen Verstärker und Lautsprecher darstellt. Der Dämpfungsfaktor ist eine dimensionslose Zahl, z.B. 100. Der Dämpfungsfaktor stellt das Widerstandsverhältnis des Lautsprechers zum gesamten Stromkreis dar. Der Stromkreis besteht aus: 1. dem Innenwiderstand des Verstärkers 2. dem Kabelwiderstand des Kabels vom Lautsprechers und wieder zurück 3. dem Übergangswiderstand an den jeweiligen Kontakten. Dieser Übergangswiderstand sollte so klein wie möglich sein, und wird deshalb meistens auch nicht berücksichtigt. 4. eventuellen Vorwiderständen in der Weiche 5. weitere Kabel in der Box bzw. Leiterbahnen, und weiteren Kabeln in der Box. Der Einfluss dieser Größen kann meistens ignoriert werden, sonst taugt die Konstruktion sowieso nichts. 6. dem Gleichstromwiderstand der Schwingspule des Chassis 7. letztendlich der Impedanz der Schwingspule des Chassis
Der Dämpfungsfaktor gibt nun das Verhältnis der Impedanz der Schwingspule des Chassis gegenüber der Summe aller anderen (Leistungsfressenden) Komponenten im Stromkreis wieder.
Je höher der Dämpfungsfaktor ist, desto besser, desto besser ist die "Ausbeute", desto mehr Leistung kann an den Lautsprecher transportiert werden.
Wenn ein Verstärker einen Ausgangsüberträger hat, i. A. bei Röhrenverstärkern, ist der Dämpfungsfaktor meistens klein.
Gute Werte sind z.B. Werte ab 50, genaue Grenzwerte anzugeben, ist jedoch sinnlos, es kommt zu stark auf die Abstimmung des Chassis an, ob sich ein zu geringer Dämpfungsfaktor wirklich hörbar auswirkt oder nicht.

